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Musiktherapie
bei Migräne im Kindes –und Jugendalter
Seit den 60er Jahren beobachtet man den Trend, dass immer mehr und
immer jüngere Kinder unter Kopfschmerzen leiden. Mit Eintritt ins
schulpflichtige Alter verdoppelt sich der Anteil der Kopfschmerzerkrankungen
in den Statistiken. Damit gehören Kopfschmerzen zu den häufigsten
körperlichen Beschwerden bei Kindern im Schulalter.
Diese Befunde unterstützen die Vermutung, dass Stress und andere psychosoziale
Faktoren neben den genetischen Voraussetzungen wesentlich zur Entstehung
von Kopfschmerzkrankheiten wie der Migräne beitragen. Da die meisten
wirksamen Medikamente zur Migräneprophylaxe für die Behandlung von
Kindern gar nicht zugelassen sind, kommt psychotherapeutischen Verfahren
hier eine besondere Bedeutung zu.
Das Deutsche Zentrum für Musiktherapieforschung in Heidelberg hat
zur Behandlung der Migräne im Kindes –und Jugendalter ein spezielles
Konzept entwickelt. Es basiert auf den Ergebnissen einer Studie, in
deren Verlauf sich die Symptomatik bei einem Großteil der Kinder erheblich
verbesserte.
In der Musiktherapie geht es um
- das Erlernen von Entspannungsmöglichkeiten
- eine bessere Bewältigung von Stress-
und Konfliktsituationen
- die Verbesserung der Körperwahrnehmung
- die Entwicklung einer Selbstwirksamkeitsüberzeugung
(also der Erfahrung, selbst etwas für das eigene Wohlbefinden
tun zu können)
- die Erweiterung emotionaler Ausdrucksmöglichkeiten
- dem Schmerz aktiv-kreativ (statt passiv-schutzlos)
zu begegnen
| ... und somit letztlich auch die Migräne zu reduzieren, was das vorrangige
Ziel der Therapie ist.
Die Therapie sollte parallel zu einer medizinischen Behandlung stattfinden.
Sie umfasst etwa 12 Behandlungseinheiten zu je 50 Minuten.
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